Samstag, 18. Oktober 2008

Finale Ligure und mehr


Knips
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Juhui es regnet wieder einmal und wir haben Zeit unseren Blog upzudaten. :-)

Natuerlich ist wieder einmal extrem viel passiert. Von Sardinien sind wir mit der Faehre nach Genua gefahren ohne irgend etwas Spektakulaeres zu erleben. Kaum in Genua angekommen fuhren wir nach Finale Ligure, denn wir wollten den feinen Latte Macchiato in der Centrale Bar nicht versaeumen. Gemuetlich habe ich Kaffee geschluerft und Brioche gegessen waehrend Thomas einen dringenden Fax schicken musste. Dann hat sich ein blonder Typ an meinen Tisch gesetzt und meinte ganz verschmitzt: "Du kennst mich wohl nicht mehr?" Klar, wieder so eine bloede Anmache brauchte ich nach der Fahrt nun wirklich nicht. Der Typ hat aber nicht locker gelassen und blieb stur sitzen und labberte auf mich ein. Als Thomas wieder kam, war er nicht einmal eifersuechtig und hat frisch froehlich seinen Kaffee geschluerft. Endlich fand ich dann raus, das der Typ Dani (aus Schweden aber in der Schweiz lebend) war, den wir mit seiner Truppe bereits schon in Sardinien getroffen haben; die Welt ist klein. Auch wurde uns schnell klar, das wir den Typen nicht so schnell wieder davonhuschen lassen und so kletterten wir mit ihm den ganzen Nachmittag.
Am spaeten Nachmittag kam dann der Rest der Truppe (Martina, Marianne, Leon, Kathrin, Urs, Peter), welche uns dann auch zum Abendessen eingeladen haben. Kaum in ihrer Ferienwohnung angekommen war auch schon das feine Essen und der Wein bereit. Fuer uns war es schon fast ein Feeling von auswaerts essen und wir genossen es sehr so herzlich empfangen zu werden. Wir haben dann auch gleich vor der Ferienwohnung geschlafen (also nicht vor der Tuer, schon im Bus :-)) und am Morgen haben wir gemeinsam auf der sonnigen Terrasse zmoergelet; so muss ein Tag beginnen. Das Tagesprogramm war dann auch schon klar: klettern, schliesslich handelte sich um eine kletterhungrige Truppe, die dringend Felsen, Sonne und Meer benoetigte. Den Abend haben wir dann wieder gemeinsam mit feinem Curry (nochmals herzlichen Dank an Marinne) in der Ferienwohnung verbracht, wobei die RIESEN Portion Glace nach dem Essen auf KEINEN Fall fehlen durfte, auch nicht fuer den Leon. Viel viel lachen, klettern, baden, mit Leon (5 Jahre) spielen, Thomas als Rennauto, die Nuetzlibuetlis, Storys ueber Martinas erste Skitour, diskutieren, Gelati essen, Bruschette essen, einen superfeinen Auflauf essen *Selbstlob stinkt*, im Restaurant feinen Seafood essen, heiss duchen in der Ferienwohnung, waschen ohne eine Lavanderia zu suchen, viel Kaffee trinken in der Bar Centrale, so verging die Woche vieeeeeeeeeeeeeeel zu schnell und wir mussten bereits schon wieder von einer Supertruppe Abschied nehmen.

Nach einigen Tagen starkem Heimweh nach der Truppe haben wir uns aber wieder gefangen. Wir wollten dann noch eine Mehrseillaengen-Tour machen in Finale. Dani und Marianne: ich sags euch, die Tour war einfach nur SCHEISSE. Sie war sehr erdig, schmierig und botanisch extrem interessant. Naja, auf jeden Fall wollten wir dann sofort weiter nach Frankreich und sind nach Chateauvert geduest. Angelina Jolie und Brad Pitt haben wir leider nicht getroffen, dafuer haben wir eine kleine Biketour ins Doerfchen Correns gemacht und dann feines Koernlibrot gekauft *hmmmm fein*. Aber wir wollten ja nach Andorra in die Pyrenaen. Auf gehts und weiter viel Benzin verbrauchen..... Zwischenstopp haben wir dann noch in Targasonne beim Bouldergebiet gemacht. Es war einfach traumhaft schoen. Die Baeume alle gelb gefaerbt, super schoene Boulder, nette Umgebung. Ich habe zwar mein Ziel von 20 Boulder nicht ganz erreicht, die Aussicht war einfach zu genial.


Unser erster Herbsttag
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Nun sind wir in Andorra und haben soeben 2 Wandertage hinter uns, eigentlich wollten wir 3 Tage unterwegs sein und dann 2x in den gratis Huetten schlafen, welche sehr gut ausgeruestet sein sollten. Naja, das war dann auch der Grund, warum es bei 2 Tagen blieb. Es hatte keine Matratzen in den Huetten! So haben wir eine eisig kalte Nacht auf 2300m verbracht ohne weiche Unterlage oder Isolation. Nicht einmal der Sandmann konnte unsere Augen zum schliessen bringen. Am Morgen kam dann aber die nette Ueberraschung: ein kleines Wiesel (oder so) kam in die Huette rein und wir konnten es ewig lange beobachten. Die 2 Tage wandern waren sehr streng, denn wir wollten ja auch einige Gipfel erreichen. Erreicht haben wir aber nur 2, da das Wetter am 1. Tag nicht blendend war (Wolken, Regen und Nebel) und wir am 2. Tag einfach zu spaet aufgebrochen sind (der Schlafsack war dann irgendwann doch noch kuschlig geworden). Voellig erschoepft sind wir dann 8h (2. Tag) wandern beim Bus angekommen, die Sonne war bereits untergegangen und das Essen noch nicht gekocht :-(. Dafuer haben uns ein Deutscher (Frank) und eine Bulgarin (Tatiana) erwartet. So haben wir den Tag mit Bier, Pringels und einer heissen Dusche in eisiger Kaelte ausklingen lassen.

Ich sterbe jetzt dann gleich, die Rauchen was das Zeug haelt in diesem Internetcafe....puhh

Freitag, 3. Oktober 2008

Ichnusa und Mehr


Wacklig aber toll
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Es gibt Neuigkeiten!!! Es regnet und der Himmel ist verhangen, so dass es ein Vergnuegen ist im Internetkaffee zu sitzen und den Regentropfen zuzuschauen. Aber.... Als wir vor etwa 4 Wochen in Cagliari ankamen war es noch ca.40°C und kein Woelkchen in Sicht (Nicht gerade das optimale Kletterwetter...) aber es gibt ja sonst noch einiges zu tun und zu sehen: Als erstes zog es uns in Richtung Westen in die Umgebung von Iglesias. Schon am ersten Abend waren wir ueberglueklich, all die Camper zu sehen, die direkt am Strand standen, und das wild, ohne Camping, ohne Angst vor Polizei und ohne einen Cent zu bezahlen. Wir merkten schon damals: Sardinien wir werden dich lieben!! Wir erkundeten das Landesinnere: alte, verfallene, abgefuckte Mienen ueberall, super Klettergebiete im Schatten (mit Tschechen die besser trinken und rauchen koennen als klettern und Caprezern die Ihren feinen Weisswein loswerden mussten, Danke nochmals...). Wir sahen Tempel, die im Vergleich zu Pompej wie Spielzeuge aussahen. Dass die Ziegen, Schweine, Esel, Kuehe und Roesser dort einfach auf der Strasse, oder auch daneben, leben, ist fuer uns schon ganz normal. Am Meer gingen wir die Steilklippen rauf und runter, rauf und runter, rauf un.... Haben einen coolen Surferbeach endeckt und die Sonnenuntergaenge genossen. Wir waren heidenfroh, dass wir Markus mit seinem Offroadbully kennen lernten, er konnte uns aus jeder noch so beschiessnen Situation rausziehen und auch von seiner prallgefuellten "Kaeltebox oder Eisbox" waren wir hell begeistert. Wir hatten dann, nach etwa 10 Tagen, aber doch genug von diesem wunderschoenen Plaetzchen (wir wollten ja auch noch anderes sehen) und machten uns auf in das super Klettergebiet "Isili". Das sauteure Nuraghe (das sind so etwas wie sardische Pyramiden, halt nur viel kleiner als die echten) liessen wir links an unserem Weg liegen und bestaunten dafuer GRATIS die wunderschoene Natur auf Wanderungen. In Isili angekommen, waren wir auch schon wieder weg. Wir koennen doch nicht IMMER harmonieren! Auf dem Weg nach Jerzu (ein anderes gutes Klettergebiet) haben wir uns dann wieder gefunden und genossen die wunderschoene Landschaft mit graugelben Felswaenden, Wolken die Richtung Meer zogen und gruenen Huegeln bis zum Horizont, wo die Sonne langsam unterging.... Ein, aus klettertechnischer Sicht, erfreulicher Schock erreichte uns am 2.Tag in Jerzu. Das Termometer sank innert 24h satte 20°C. Von einem Tag auf den andern konnten wir gut schlafen, lief unser Kaese nicht mehr davon, unser Schweiss nicht mehr von der Stirn und wir konnten endlich richtig klettern:-) Auch hier waren die Sarden sehr freundlich zu uns, zum Beispiel der einzige Kletterer von Jerzu (so nennt sich Raffaele) verwoehnte uns mit Schaumrollen und Kaffe am Morgen frueh, sogar sein Kollege, mit dem wir nie ein Wort ausser "Ciao" und "Ciao" wechselten, spendierte uns ein Ichnusa (sardisches Bier). In einer riesigen Tropfsteinhoele war sogar Mutter Theresa, "Hahaha sicher noed d'Muaeter Theresa, das soetti die heillig Maria sii!!" in Form eines Tropfsteins zu sehen oder ein Gorillakopf und 50Meter weiter sein Riesenpenis...Jaja, die sehen in allem etwas, dass sie verkaufen koennen.... Nun kamen wir langsam in die turistische Gegend im Nordosten, natuerlich gingen wir nach Cala Gonone, da gibt es Felsen bis zum abwinken, riesige Schluchten und Berge (ja, im Vergleich zur Schweiz sind sie schon recht minzig), glasklares Meer zum Baden und Turis, Turis, Turis (die einen laufen sogar am Strand im Klettergurt rum, voll Krass-Mann!!). Irgendwie sind wir da aber doch 2 Wochen "verhangen" es gab einfach so viel zu sehen und zu tun. Mit dem ueblen Nebeneffeckt, dass unsere Koerper nicht mehr koennen (scheisse), so haben wir haben unseren Koerpern nun 3 Tage Sitz- oder Liegeruhe verschrieben und geniessen wie eben gesagt: den Regen in Olbia.