
Von unserem Aufenthalt in Nordthailand habt ihr bis jetzt nur Bilder gesehen. Doch ich versuche mich zu erinnern und moechte euch noch ein paar Erlebnisse aus dem heissen Norden (heiss ist es da eigentlich ueberall) weitergeben.
Da das Klettergebiet ausserhalb der Stadt liegt haben wir uns einen heissen Toeff geliehen und waren damit meistens auf der linken Seite unterwegs......(zum Glueck gibt es die Erfindung Huuuuupe!!). Ueber ueberfuellte Highways, duchr holperige Dungelstrassen und an Cocos-/Bananendoerfchen vorbei sind wir getuckert, und das ohne wirkliche Toefferfahrung, aber in Thailand gilt: wer auf der Maschine mit beiden Fuessen den Boden beruehren kann ist ein waschechter Bicker. Und so haben wir Gas gegeben.....
Gehaust haben wir in einem huebschen Hauschen mit eigener Kueche (so gab es och ab und zu Schweizerkost, obwohl die echten Zutaten hier schwer zu finden sind) einem riesen Mangobaum Schmetterlingen, Geckos und Kolibris davor,und mit einer riesen Glotze drin. So haben wir manchen Abend mit den anderen Mitbewohnern Kino gespielt und Bier geoeffnet (wer ihn noch nicht gesehen hat: SlumDogMillionaer versetzte uns zurueck nach Indien, genial!)
Einige Tage sind wir noch hoeher in den Norden gezogen, mit ein paar lokalen Kletterfraeks und Symen (dem Urgestein aus dem Averstal:-) Dort haben wir das Leben in einem Thaidoerfchen, das frische Wasser eines Sees, die noch frischeren Kletterrouten, und den Thaiwiskey genossen.
Manchmal haben wir uns auch an den Nightbazar oder die Walkingstreet getraut und uns die Massen von Touris und unnuetzen "Chraemlisachae" reingezogen, sind aber immer nach einem heissen Thaicurry und einem Bananashake wieder gefluechtet. Nicht selten zu unserem Schneider bei dem wir ein paar Baht liegenlassen wollten. Aber der ganze Aufwand von ausmessen, anziehen, anpassen und nochmal anpassen und nochmal anziehen und......hat sich gelohnt. Ich denke wir werden uns im richtigen Moment schon noch ablichten mit unseren erste-Sahne-Klamotten.
Ja, und als der Schneider dann fertig war, haben wir uns einen oder besser gesagt zwei Zuege und ein Schiff geschnapt und fanden und auf der Taucherinsel Ko Tao wieder.
Nach einigen Stunden von diesem becklopten Hotel-/Tauchshopgesuche (wir nehmen natuerlich (fast) nie das erstbeste) haben wir uns entspannt an den Strand gelegt und uns ausgedacht wies da draussen unter dem Meer wohl aussieht. Nach ein paar blubberuebungen im Swimmingpool durften wir endlich auch aufs coole Tauchboot (Hey man whaz up? How u doing mate? No worries, i'm cool.....blablabla, fast noch schlimmer als die boarderscene im noname.) mit allen braungerannten Inselchillers und Profitauchern. Als wir dan aber abgetaucht sind in die stille Welt des blubberns war alles ganz anders. Es ist wie fliegen durch ein Maerchenwald voller Farben. Voll cool...wir drehten Loopings und besuchten Nemo mit seiner Familie. Es hat uns so gut gefallen, wir haben gerade noch einen zweiten Kurs angehaengt, und haben uns, wie meisten danach, an den Kopf gehalten und gesagt: Shit, sooo vil Gaeld....aber was sollt, gemcht ist gemacht:-) Als wir uns an die "anderi Waelt" gewoehnt haben, wagten wir uns auch noch in die Sharkbay (Haienbucht) mit der Schnorchelausruestung. Am Anfang sahen wir einfach schoene Fischlein und so Zeugs unter uns, doch als ich mal aufschaute, AAAAAaaaah, shit ein nicht ganz kleiner Haienkopf mit dazugehoerendem Koerper schwimmt schnurstracks auf uns zu. Ich hab dann abgedreht, und der Hai zum Glueck auf. Danach brauchte ich eine verschnaufpause an Land, abgesenhen von Nicole, sie ist immernoch voller Freude und Neugierde weit draussen in der Bucht am Runden drehen. Ich hab mich dann auch nochmal reingetraut, und saht die wunderschoenen, grauen Raubfische von obenherab. Uns wurde gesagt,dass diese Arten nicht gefaehrlich seien, doch seit ich den Film "der weisse Hai" gesehen hab, trau ich diesen Biestern einfach nicht. Genausowenig wie den Triggerfischen: Als uns der Tauchlehrer einmal aleine unter Wasser lies, damit wir unsere Orientierung schulen koennen (das war gar nicht so einfach, schlechte Sicht und eine satte Stroemung Richtung Norden) ruettelte es auf einmal an meinen Flossen. Ich schau zurueck und da schwimmen nur ZENTIMETER hinter meinen Fuessen zwei dicke Fische die mir mit ihren scharfen Zaehnen klarmachen wollten: Verpisst euch aus unserem Revier!! Ich hab die Drohung ernstgenommen, hab Nicole unter kontrollierter Panik aus versehen den Luftschlauch aus dem Mundgerissen und wir sind ab und davon.
Jaja, das tauchen war ganz unterhaltsam, auch wenn wir den beruehmten Wahlhai (zum Glueck) nicht gesehen haben.
Nun sitzten wir wieder am Trockenen in Malaysia und warten fuer ein neues Visum fuer Thailand. Denn wir haben uns nun genug ausgeruht und wollen wiedereinmal an die Felsen um zu fliegen.
Liebe Gruesse von zwei frischgebackenen Unterwasserfreunden