
Halli Hallo liebe Leute, ich vermute ihr erwartet schon sehnsuechtig unser Update. Sorry fuer das lange Warten, aber Reisen kann manchmal ziemlich anstrengend und einfach zu schoen sein, dass man das Internet einfach vergisst. Nicht dass wir nichts zu erzählen hätten, nein wir koennten seitenlange Berichte schreiben und hätten doch nicht alles gesagt. (wie ihr merkt, kann ich jetzt ä usw. schreiben, dank einem neuen Laptop)
Nach Vancouver Island waren wir nochmals in Squamish und haben uns die Finger und unsere Körper im Yoga langezogen.Der Abschied von Kanada ist uns schon etwas schwer gefallen, umso mehr als wir an der amerikanischen Grenze etwas mürrig empfangen wurden. Die hatten überhaupt keinen Bock unser Auto zu importieren und waren überaus unfreundlich. Doch unser Bild von Amerika hat sich schnell geändert, denn nach knapp 3 Stunden in Amerika waren wir um einige Adressen von wildfremden Leuten (die uns nur mit der Strassenverwirrung geholfen haben) und einigen „Hey Honey how are you“ reicher .
Als erstes sind wir nach Smith Rocks gefahren, in der Hoffnung etwas wärmere Temperaturen als in Kanada anzutreffen. Es war dann aber auch gleich über 40 Grad, so dass wir am Felsen viel geschwitzt haben und uns nach 4 Monaten doch noch eine Kühlbox gekauft haben. (Wir führen jetzt sogar Butter im Sortiment). Langsam ging uns aber die Luft aus und wir haben immer öfters an zu Hause gedacht, so haben wir uns sehr auf den Schweizer Besuch gefreut. Zwar haben wir es verpasst Thomas s Family am Flughafen am richtigen Ausgang abzuholen, wir haben dann aber doch noch ein Wiedersehen im FastFood Laden von San Francisco (bis morgens um 4.00) gefeiert, mit Burger und allem was dazugehört, ganz nach amerikanischer Art.
San Francisco ist eine super Stadt, die uns sehr gut gefallen hat. Wir sind endlos viel gelaufen, haben viel gegessen, getrunken, erzählt und gelacht. (ach ja und Shopping für die Jungs, REI Pflichtshopping) Natürlich haben wir auch das Hooters ausgecheckt. Freut euch nicht zu früh Jungs, die Mädels da sind keine Wucht, süss, aber keine Wucht. Nach 4 Tagen Stadt sind wir dann weiter auf dem Highway No. 1 und haben beim ersten Halt gleich wilde Delphine und Robben gesichtet. Nicole konnte sich vor Freude kaum mehr halten. Ach ja und die vielen komischen Vögel, die wie Wasserbomben ins Meer fallen um zu fischen, wisst ihr welche. Genau Pelikane.... riesig....
Santa Cruz stand als nächstes auf dem Programm, um die Wellen unsicher zu machen. Das Meer hat sich aber von der ruhigen Seite gezeigt, so dass wir nur auf dem Boot zum Whale watching Wellen abgekommen haben. Für die einen oder anderen sogar viel zu viel Wellen....da haben sich die Möwen gefreut. Und stellt euch vor, whale watching ist viel billiger in den USA und viel erfolgreicher, wir waren etwa ca. 10m von den Buckelwalen entfernt und sie zeigten sich von der schönsten Seite. Nach Achterbahn fahren, Zug fahren mit einem Riesenschnurri (der hat ca. 2 Stunden am Stück gesprochen und war voll im Element), Kettenparty am Strandbalkon und viel zu kalten Temperaturen um zu schwimmen waren wir wieder einmal bereit für die Wildnis.
Mit Sack und Pack machten wir uns auf die Wanderung direkt über dem Highway No. 1 mit Meersicht durch die wunderschön überwachsene Landschaft mit Büschen. Nach 3 Stunden wandern waren wir alle froh endlich bei den Pumas angekommen zu sein (höchste Population von Pumas in Amerika). Pumas haben wir zum Glück keine gesehen, doch hatten Mätte, Thomas und ich wieder einmal ein Feeling von Klassenlager. Eng zusammengequetscht haben wir in einem Zelt geschlafen.
Nächste Station war der Yosemite National Park, mit weniger Wildnis Feeling als wir erwartet haben. Alle Campings waren voll ausgebucht und so mussten wir unsere Schlafplätze immer mit viel Aufwand suchen , dass hat uns nach einigen Tagen auch ziemlich abgelöscht, dass wir weiter gefahren sind Richtung Death Valley (Totes Tal). Natürlich haben wir eine Pflichtwanderung gemacht im Yosemite (ich bin mir sicher, in jedem Reiseführer steht diese Wanderung als Pflicht, ich war noch nie auf einem solchen überfüllten Wanderweg, wohl eher Betonweg, gelaufen) und haben 2 Tage im Klettergarten geklettert. Irgendwann möchten wir auf jeden Fall zurück ins Yosemite, aber vielleicht in der Nebensaison und etwas mehr Zeit und Mut (wenn man vor dem El Capitan steht, hat man echt der Schiss in der Hose)
Im Death Valley hatte unser Toyota etwas Mühe, so dass wir mit der Heizung voll aufgedreht und ca. 42 Grad durchgeblocht sind, ach ja und dass alles im 4. Gang (der kleine Toyota hat irgend einen Gang locker). Der natürliche Hotpool im Middle of Nowhere war dann keine wirkliche Erfrischung mehr, aber immer noch sehr schön und mit einem kühlen Bier nach Sonnenuntergang, herrlich. Die Fahrt nach Las Vegas war überaus spektakulär, man fährt und fährt und fährt und irgendwann kommen 1000 von Lichtern am Horizont, die den Himmel hell erscheinen lassen, und das alles in der Wüste. Las Vegas direkt von der Wildnis ist nicht zu empfehlen..... es ist wie in einem Europapark mit vielen Spinnern. Überall wimmelt es von Casinos, Shows, Spielsüchtigen, Lichtern, Blingbling und Touristen. Wir haben uns aber das ganze Programm reingezogen mit Show (Cirque de Soleil), Zmorgen in Venedig (in der Abendstimmung, häää.....), Drinks in der Bar am Abend und nicht zuletzt sind wir in einem Tag in New York, Italien, Monaco, Ägypten gewesen. Gewonnen haben wir nichts, kein Wunder, wenn man nicht spielt J.
Langsam kamen die 3.5 Wochen mit Thomas s Eltern und Mätte dem Ende näher und so haben wir die letzten Tage im Joshua Tree National Park (auch in der Wüste) und LA verbracht.... Klettern und am Abend Coyotegehäule und wunderschönem Sonnenaufgang (wir und Mätte haben ihn nur auf dem Foto gesehen...Faulheit nennt man das) und in LA, Disneyland und Californialand, Venice Beach mit Muskelprotzen, Freaks auf Rollerblades und Leuten die einem legal Hanf zur Beruhigung verkaufen und als Sonderpreis dazu eine Botoxbehandlung...hahaha......
Amerika wir lieben dich, du bist so gegensätzlich, wunderschön, freakig.... und die Leute sind ec ht extrem freundlich.... da könnte sich noch mancher Schweizer etwas abschneiden.
Nun gehts wieder ab in die Wildnis zum Klettern, die nächste Stadt kommt bestimmt. Ach ja: herzlichen Dank an Albert, Jacqueline und Mätte, wir haben es sehr genossen mit euch.
Bis zum nächsten Mal (Fotos folgen...., Internetkafe macht gerade zu)
Nicole und Thomas