
Indische Tanzvorfuehrung
Ursprünglich hochgeladen von King-Tom
Zum Glueck gewoehnt mann sich an alles, auch an Indien, das Land des Chaos.....
Nach unserem spirituellen Seitensprung im Ashram sind wir nun wieder in der Wirklichkeit und die ist hier hartnaeckiger als wir sie sonst kennen. Es ist einfach nicht moeglich fuer kurze Zeit seine Ruhe zu haben (ausser im Hotel oder z.B. in einem Internetcafe. Das ist wohl auch der Grund wieso wir wieder mehr schreiben:-) Aber auf der Strasse vergeht keine Minute ohne "Hello my friend how are you? Where are you from? Whats your name? - I have friends in Switzerland - Chuchichaestli - bla, bla, bla...." Wir haben uns aber nun so daran gewoehnt, dass wir einfach weiterlaufen, nicht links, nicht rechts schauen, einfach ein arrogantes Arschloch spielen und geradeaus (ich bin richtig stolz auf mich, haette nicht gedacht, dass ich das so gut kann...). Die Leute wissen auch gar nicht wo die Schweiz liegt und man kann ihnen erzaehlen was man will, die glauben es. So sind wir auch aus Jamaica und sind seit 2 Jahren verheiratet, planen gerade Kinder .... das ist dann schon ganz lustig. Zudem fuehlen wir uns manchmal wie Superstars, es ist eine ueberaus grosse Bereicherung fuer die Inder, Fotos von uns zu machen. So werden wir wohl in manchem indischen Fotoalbum zu sehen sein. Obwohl mit der Zeit nervt es einfach und Nicole kann dann auch ganz schoen schnippisch werden. Auch zahlen wir nur noch die Haelfte was die Abzocker verlangen auf der Strasse (Taxi, Essen, Schmuck etc.) und es funktioniert ganz gut. Wir haben uns sogar auch schon an die Preise gewoehnt und finden ein Abendessen fuer mehr als 2 Fr. viel zu teuer.... das wird ja noch heiter, wenn wir dann weiterreisen.
Momentan sind wir in Mysore, die Stadt des Yogas und der Meditation, unsere guten Vorsaetze aus dem Ashram haben wir aber auf spaeter verschoben, es gab hier sonst so viel zu sehen. Wilde Elefanten oder auch solche im Zoo, ein Market der im Chaos zu versinken scheint (die wunderbaren Blumen- und Gewuerzeduefte halten in aber locker ueber Wasser), ein Tempel auf einem Berg den alle von innen sehen wollen, obwohl er von aussen viel schoener ist (andere Religion, andere Prioritaeten...), Kaffee- und Kakaobohnen die vom Baum anders schmecken als im Coop, ein Palast der Versailles ebenbuerdig ist und und...... und eben die vielen Inder auf der Strasse, der Dreck so weit die Nase riecht.
Auf der Strasse zu sein ist aber nicht nur uebel, es ist auch sehr interessant, mit wie wenig und wie ueberhaupt die Leute hier leben, wie sie handeln und lachen. Die vielen Farben hauen einem fast zu Boden und die Nase und der Gaumen sind auch im positiven sehr gefordert.
Heute abend fahren wir nun endlich nach Hampi (obwohl wir das erlebte niemals missen wollen) um uns den indischen Granit genauer anzuschauen, oder besser gesagt mit den Fingerspitzen zu fuehlen.
Liaebi Grueaess a alli, Thomas und Nicole
