Dienstag, 29. Juli 2008

Alta via 4

Also, nun zu unserem kleinen Abenteuer: Ich dachte ja eigentlich, dass dies nur eine kleine Wanderung werden soll, aber ich wurde von Mutter Natur zu anderem belehrt!

Gestartet hatte das ganze mit vollgepackten Rucksaecken im Touristinfocenter in Pieve di Cadore.
Das war noch easy: "ein Busticket nach Innichen bitte" ..."Ja, nur einfach.." Und in Innichen durch die Stadt zu schlendern auch noch. Doch schon die ersten Kilometer mit Zusatzmelone und all dem Zeugs machte mir etwas zu schaffen.....
Am naechsten Tag sind wir dann schon vor den 3 Zinnen gestanden. Das Wetter war gut, aber richtig Sommer war es auch hier nicht. Nach weiteren 3 Stunden mit mehr als 20kg am Ruecken haben wir unser erstes Hochalpine Lager aufgestellt (Wenn man das anders nennt, darf man nicht Zelten dort...) Der Platz war super mit Aussicht und flach und alles.... Doch dann, in der Ferne eine Gewitterfront. In 5min hatte sie uns schon erreicht, und wir hatten gerade noch den Gedankenblitz unser Zelt (das sich nun auch gut als Segel gemacht haette) an einen etwas geschuetzteren Ort zu verschieben, bevor die Blitze die Uebermacht uebernahmen. Alle paar Sekunden einer, wir dachten, mann koennte sie greifen. Aber wir waren gar nicht mehr zum denken bereit, wir kauerten in unserem Zelt auf der Krete und hofften dass Petrus heute nicht so Zielsicher ist.
Am Morgen war dank Sonnenschein alles nur noch ein Gedanke der Vergangenheit (Auch wenn ich die ganze Zeit in allen Himmelsrichtungen nach Gewitterwollken Ausschau hielt).
Der Rest unserer Hoehenwanderung verlief relativ gemuetlich, ausser dass wir jeden Tag ca. 8Stunden bergauf und bergab gingen, versuchten den Schmertz der Blatern aus unserem Kopf zu denken und wir merken mussten, dass Waende zu erklimmen viel einfacher ist, wenn man sein Zelt zu Hause laesst.
Nach nur 5 Tagen machte uns der letzte Abstieg von ca 1000 Hoehenmetern keine Muehe mehr. Viel zu sehr vermissten wir schon dann die geheimnissvolle Einsamkeit in den Bergen und die koerperliche Herausforderung der wir uns gestellt hatten.
Es war ein schoenes Erlebniss, auch wenn mein eigener Kaffekocher und eine Dusche hie und da gefehlt haben.
Thomas

unsere Wegweiser
Ursprünglich hochgeladen von King-Tom

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