Sonntag, 11. Januar 2009

Hampitrap



Hallo zusammen, stellt euch vor, wir koennten geradesogut am Strand sitzen oder Glace schlecken, aber wir nehmen uns entlich wieder einmal Zeit ein paar Neuigkeiten in die Schweiz zu senden, schoen oder?
Die Reise von Mysore nach Hampi war aenlich wie ein Alptraum, nur dass wir nicht erwachen konnten. Stellt euch vor, ein Bus mit Sitzen, aehnlich wie Holzbretter, schlechte Federn am Fahrzeug und eine Kiesstrasse mit Schlagloechern so weit die Scheinwerfer zuenden konnten. Es ist etwa nachts um 3 und wir wissen, es geht noch ca. 4 Stunden so weiter, Indien wir lieben dich!!
Nach der 12 stuendigen Arschmasasche sind wir in Hampi dem Boulderparadies (bouldern=klettern ohne Seil! Keine Angst nur bis ca. 5 Meter Hoehe:-) angekommen. Als erstes mussten wir ueber den Fluss, doch dies war eher ein Klo oder eine Abfallhalde als fliessendes Wasser. Die Inder hatten ein seltenes Pilgerfest in Hampi, und die besteht hauptsaechlich darin den Fluss zu verschmutzen (kein Witz, mit allem was man halt so hat, Plastik, Essen, Seife oder Scheisse).
Als wir die andere Seite aber erreicht hatten waren wir in einem Paradies: Kletterfelsen bis an den Horizont, schoenes Wetter, super Guesthouse mit gutem Essen und sehr nette Leuten, ja sogar ein Cake-man der durch die Felsen schlaenderte gehoerte dazu.
Als wir uns mit Fruestueck gestaerkt, das Zimmer bezogen und uns von der Nacht erholt hatten, krallten wir uns zwei Bouldermatten und machten uns auf zu den Felsen, die ersten lagen nur ein Reisfeld weit entfernt. Wir haben schnell gemerkt, dass der Fels sehr rau ist (autsch fuer die Finger) und dass es so viele Felskugeln gibt, dass man gar nicht weiss wo anzufangen.
Am Abend sassen wir dann gemuetlich in einer Runde auf Matten am boden und liessen und verwoehnen mit indischem Essen und einem Kingfisher (indisches Bier). An diesem Abendlernten wir auch Maya und Esco aus Finnland kennen, mit welchen wir noch viel erleben werden.
Wir waren nun sicher drei wochen in Hampi, und wenn ich jeden Tag so ausfuehlich beschreiben wuerde liefen uns ja unsere geliebten Leser davon (abgesehen davon habe ich eh keine Ahnung meh wann was passiert ist) desshalb:
Wir assen meistens um 6.30 fruestueck (weil es dann noch schoen kuehl war zum spoertlen) und sind dann in einer Horde von etwa 6 Felsfanatischen aufgebrochen. Ueber die heisse Mittagszeit haben wir gelesen, die Haengematte oder die Slackline belastet, mit leuten oder Hunden gespielt und gelacht, ueber unsere Boulderprojekte diskutiert (ist so ne Kletterkrankheit) und uns mit neuer, feiner Energie versorgt. Am Nachmittag dann nochmal dasselbe wie am Morgen, und am Abend dasselbe wie am Mittag (War alles ganz einfach).
Es gab aber natuerlich auch Tage an welchen wir nicht geklettert sind, meistens um uns oder unsere Fingerhaut zu erholen oder weil wir einfach nicht wollten. An diesen Tagen gingen wir baden (nicht im Muellhaldenfluss sondern in einem schoenen See), besuchten Tempel mit heiligen Elefanten drinn oder solce mit Affen drauf, fuhren mit dem Rad ins naechst Dorf oder entspannten uns im Yoga oder bei einer Masage (Im Yoga war Nicole die, welche sich entspannte, ich verkrampfte mich mehr).
Hampi war eine wunderbare Zeit und wie es so ist, war der Abschied nicht so einfach, ehrlich gesagt, haben wir vor nochmal dort hinzugehen nachdem wir hier in Goa so richtig relaxen konnten.

Geniesst nun den Winter und denkt nicht zu viel an Indien, hier ist auch nicht nur Paradise.

Aber es ist schon toll;-)
lg Thomas und Nicole

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lieber Thomas, liebe Nicole

Das sind ja rechte Gegensätze: tolle Boulderblöcke mit schönen KletterInnen (besonders der Boulderblock im Gegenlicht mit Nicole und dem Herz drauf hat es uns angetan) und nicht weit davon der Abfall und der dreckige Fluss! Aus euren Gesichtern stahlt Freude und Zufriedenheit - das macht auch uns Freude.
Uns hat der Winter voll im Griff bei anhaltenden Minustemperaturen - auch wir geniessen es - verschneite Landschaft, Kitt an den Bäumen und toller Schnee zu Schneeschuhlaufen und Ski- resp. Snowboardfahren .... und natürlich gehört auch noch ein bisschen Büroarbeit unter der Nebeldecke dazu.

Wir wünschen Euch weiterhin viel Spass, gute Griffe beim Bouldern und viel Glück und Geduld bei der Weiterreise.

Herzliche Grüsse
Albert und Jacqueline

Anonym hat gesagt…

Hallo ihr 2 lieben

Schoen dass euch unsere Fotos gefallen. Uns geht es nach indischen Verhaeltnissen gut, sind zwar beide krank, aber das ist schon normal hier. Thomas nimmt Antibiotika und ich bin sonst irgendwie am regenerieren.

Ist unser Packet angekommen mit unseren Sachen? Wir haben einiges nach Hause geschickt, waren halt auch ab und zu auf Shoppingtripps.

Liebe Gruesse und geniesst den Schnee fuer uns.
Nicole und Thomas