
Wir sind nach kurzen 2.5 Stunden Flug nun endlich in Thailand angekommen. Zu sehen gibt es hier eigentlich gar nicht viel in Bangkok. Ueberall gibt es weisse Gesichter (Touris so weit das Auge reicht, ich muss richtig Ausschau halten nach den Thais), saubere Strassen, Technologie, neue Autos, schnelle Autos, sexy Thaigirls und natuerlich die zwei etwas zerstoerten Schweizer Thomas und Nicole mittendrin. Wir konnten unsere Smiles von unseren Lippen ca. 4 Stunden nicht mehr wegzaubern, wir waren so fasziniert und merken erst jetzt was wir da in Indien eigentlich erlebt haben. So sind wir wie zwei Smiles in einem Strassenkaffee gesessen und haben uns die Stimmung reingezogen. Wir haben uns so daran gewoehnt, dass man die Inder so richtig anschreien muss, bis die etwas kappieren, man auf Zehenspitzen durch die Strassen laeuft, da man sonst in Hund-, Kuh- und Menschenscheisse tritt, dass viele Leute auf der Strasse wohnen und es viele viele Abzocker gibt.
Die letzten Tage verbrachten wir in Varanasi, der heiligsten Stadt in Indien. Dass soll aber nicht heissen, dass sie auch heilig gepflegt wird, nein, das Gegenteil ist der Fall. Selten habe ich eine solch verschmutzte und wirklich ueble Stadt gesehen, aber wir lieben sie trotzdem. :-)
In Varanasi werden die Toten am Fluss auf einem Scheitterhaufen verbrannt, die Asche kommt natuerlich gerade in den heiligen Fluss Ganges (von den Indern auch liebevoll Mutter genannt, da hier das Leben neu beginnt mit der Reinkarnation). Viele Touristen schauen sich dieses Zenario ca. 3m von den Leichen entfernt vom Fluss aus an. Wir haben es nicht gemacht, denn wir hatten schon genug Tote um uns rum, denn wir haben mitten in der Strasse gewohnt wo die Toten mit lauten Gesaengen auf Barren zum Fluss getragen werden. Vorbei an Foodstaenden, kleinen Kindern die gerade auf die Strasse scheissen, Kuehen, Motorraedern, Touristen etc. Geweint wird dabei auf keinen Fall, das bringt naemlich schlechtes Karma fuer das naechste Leben. Was das Beste an Varanasi ist sind die wundervollen Saris, die weltberuehmt sind und ich mir natuerlich auch gleich einen gekauft habe. (falls ich ihn nie brauche, werde ich Vorhaenge daraus machen) Aber zuerst musste ich selbstverstaendlich 1000 probieren. Entschieden habe ich mich fuer einen reinen Seidensari in gruen. Diese Stadt ist so spirituell und faszinierend! Jeden Abend werden am Flussufer Pujas abgehalten (Zeremonie fuer den Ganges), die Menschen waschen sich am Morgen frueh in der Morgendaemmerung im Fluss, waschen ihre Kleider darin und geniessen die Heiligkeit. Zu erwaehnen ist dazu vielleicht noch, dass pro 100ml 1.5 Millionen Bakterien hausen, erlaubt waeren 500 Bakterien, so verstehen wir ueberhaupt nicht, wie die Waesche so strahlend weiss sein kann und man waehrend dem Schwimmen (dass so aussieht wie ein Hundeschwumm bei den Indern) noch eine riesige Wasserfontaene aus dem Mund spritzen kann. Das ist Indien und darum ist es so spannend.
Nach einer weiteren Nacht im Zug sind wir dann aber weiter in die zweitgroesste Stadt in Indien, Kalkota. Viele sagen es sei eine der schmutzigsten Staedte in Indien, dass ist aber ueberhaupt nicht der Fall. Die Luft ist so oder so ueberall schwarz, aber der Boden, der war in Kalkota ziemlich sauber. (also fuer solche Leute, die direkt von der Schweiz nach Kalkota fliegen, ist sie eine Muellhalde). Wir haben fuer 12 Franken (zusammen!!!) in einem Superrestaurant unsere letzten indischen und sehr guten Menues genossen. Serviert von sehr charmanten und einmal diskreten Indern. Ein wirkliches Festmaal, man haette meinen koennen man ist in der Schweiz.
Aber wir sind nun in Thailand und machen dieses Land ein wenig unsicher, mal schauen was auf uns zukommt.
1 Kommentar:
Hallo alle beide!
So schöne bilder!! Bin selber ernsthaft darèber nachzudenken ein climb the world zu machen, aber den ganzen weg mit camper......
Viel spass in indonesien. Lg, Dani
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